Projektziele

Projekt "Ö" - Integration durch Partizipation. 

Ein Projekt zur Interkulturellen Öffnung des Jugendring Wuppertal und seiner Mitgliedsverbände

Der Jugendring Wuppertal hat mit dem Projekt "Ö" ein innovatives Modellprojekt gestartet, um wirksamer als bisher für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien zu öffnen. Kooperationspartner ist der Landesjugendring NRW.

Die Durchführung des auf 3 Jahre angelegten Projekts (01.10.2007 - 30.09.2010) wird ermöglicht durch Mittel des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die Fachhochschule Köln.

Interkulturelle Öffnung als zentrale Herausforderung für die Jugendverbandsarbeit

Jugendverbände definieren sich als Sprachrohr für alle Kinder und Jugendlichen. Sie organisieren Meinungsbildungsprozesse und vertreten die Interessen von Kindern und Jugendlichen gegenüber Öffentlichkeit und Politik. Die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien an Angeboten der Jugendverbände muss jedoch bisher als weit unterproportional eingestuft werden ebenso wie ihre Mitwirkung als ehren- oder hauptamtlich Tätige. Gleichzeitig werden Migrantenjugendorganisationen (MJSO), die als legitimes und integrationsförderliches Organisationsmodell für die Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine bedeutende Rolle einnehmen, bisher zu wenig beachtet und unterstützt.

Der Jugendring Wuppertal will genau hier ansetzen und mit dem Modellprojekt „Ö“ Veränderungsprozesse in Gang setzen bzw. beschleunigen.

Das Projekt ist mit zwei Zielperspektiven verbunden:

  1. Prozesse der Interkulturellen Öffnung von Strukturen und Angeboten des Jugendrings Wuppertal seiner Mitgliedsverbände sollen (weiter) entwickelt und etabliert werden.
  2. Die sozialen und politischen Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund bzw. von MJSO sollen unterstützt und gefördert werden.

Folgende Ziele und Inhalte sollen in den drei Jahren konkret erarbeitet werden:

  1. Der Austausch und Kooperationen zwischen Jugendverbänden bzw. Jugendring und MJSO sollen angeregt und auf Dauer etabliert werden. Dazu müssen vielfältige Kontakte zu Migranten(jugend)organisationen, Vereinen, Beratungsstellen, etc. aufgebaut und Netzwerke geknüpft werden;
  2. Konzepte der Interkulturellen Öffnung zur Aufnahme von MJSO in die etablierten Strukturen der Jugendverbände und Jugendringe sollen (weiter-) entwickelt und umgesetzt werden.
  3. MJSO sollen in ihrer Aufbau- und Vernetzungsarbeit, in ihren Zugängen zu Ressourcen sowie in ihrer Vertretung in kommunal- und jugendpolitischen Zusammenhängen beraten und unterstützt werden. Hierzu sollen mit allen Beteiligten Konzepte zur Beratung und Begleitung entwickelt werden.
  4. Die Angebote der Jugendverbände sollen auf Ausschlussmechanismen hin analysiert werden und sich verstärkt an den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund orientieren, um Kinder und Jugendliche für Aktivitäten und die Mitwirkung und/oder Mitgliedschaft im Jugendverband zu gewinnen.

Nachhaltigkeit gewährleisten

Die Prozesse und gewonnenen Erfahrungen des Jugendrings und seiner angeschlossenen Jugendverbände werden evaluiert und in einer Abschlussdokumentation dargestellt. Somit soll gewährleistet werden, dass die Ergebnisse auch anderen Jugendringen und Jugendverbänden zur Verfügung gestellt werden können. Darüber hinaus ist angestrebt, die Projektergebnisse örtlich und landesweit tätigen Migranten(jugend)organisationen zu präsentieren, um auch bei diesen das Interesse an Kooperationen zu fördern.