Projekt Ö

Junge Migrantinnen und Migranten als
gleichberechtigte Akteure im Jugendring Wuppertal e.V.

Unter dem Motto „Integration durch Partizipation“ geht der Jugendring Wuppertal neue Wege, um Kindern und Jugendlichen aus Zuwanderfamilien Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten in der Jugendverbandsarbeit zu eröffnen. In Kooperation mit dem Landesjugendring NRW werden in dem dreijährigen Modellprojekt Projekt „Ö“ interkulturelle Öffnungsprozesse von Jugendverbänden und Jugendring erprobt. Die Erfahrungen sollen anschließend allen Jugendringen in NRW zur Verfügung gestellt werden.

„Fast 100.000 Einwohner Wuppertals verfügen über eine Zuwanderungsgeschichte", erläutert Guido Grüning, stellvertretender Vorsitzender im Jugendring Wuppertal. „Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte jedoch oft von paritätischer Teilhabe und Mitbestimmung ausgeschlossen. Die Jugendverbände in Wuppertal wollen junge Menschen aus Zuwandererfamilien verstärkt ansprechen und sie für die Idee der Jugendverbandsarbeit begeistern. Mit ihnen als gleichwertige Partner und Akteure wollen wir eine aktive und kulturell vielfältige Gemeinschaft und leben und gestalten.“

Im Gegensatz zu den bisher meist defizitorientierten Ansätzen in der Migrationsarbeit, sollen im Rahmen des Projekts „Ö“ Ressourcen und Potentiale junger Migrantinnen und Migranten gefördert und unterstützt werden. Nach dem Motto „gelebte Partizipation“, sollen sich Jugendring und Jugendverbände verstärkt für junge Menschen aus Zuwandererfamilien öffnen und sie für die Mitwirkung gewinnen. Zum anderen sollen Migrantenjugendorganisationen in ihrer inhaltlichen und organisatorischen Aufbauarbeit unterstützt und gefördert werden.

Das Projekt wird durch die Fachhochschule Köln wissenschaftlich begleitet.

Weitere Informationen unter: www.ljr-interkulturell-nrw.de